Die Delegierten der ACK Niedersachsen und der ACK Sachsen-Anhalt (Foto: ACK Deutschland)
Die Delegiertenversammlungen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Sachsen-Anhalt und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Niedersachsen trafen sich in Hannover zum Thema „Kirche und Staat – Christsein und Demokratie“. Das Treffen wurde von der Landtagspräsidentin Hanna Naber mit einem Impulsreferat eröffnet.
Mit Blick auf die kirchenpolitischen Positionen der AfD und die anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen bekräftigten die knapp 40 Delegierten beider regionaler Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen: „Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren! Als Christinnen und Christen in einer pluralen Gesellschaft haben wir den Auftrag zu einen. Zum Wesen der Ökumene gehört es, Zusammengehörigkeit herzustellen und das solidarische Miteinander zu stärken.“
Bereits Anfang des Jahres hatten Vertreterinnen und Vertreter sämtlicher Mitgliedskirchen der ACK Deutschland die formulierten Angriffe auf einzelne Kirchen durch den Entwurf des Wahlprogramms der AfD Sachsen-Anhalt kritisiert. Sie hatten den Versuch, die unterschiedlichen Kirchentraditionen gegeneinander auszuspielen, vehement zurückgewiesen.
Zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt gehören Kirchen aus den katholischen, reformatorischen, apostolischen und orthodoxen Kirchenfamilien. Gemeinsam repräsentieren beide ACKs über 50 Kirchen mit insgesamt mehr als 3,5 Millionen Mitgliedern.
Als Forum der Begegnung und der gegenseitigen Informationen der christlichen Kirchen und Gemeinschaften zwischen Ems und Harz versteht sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen (ACKN). Sie fördert das ökumenische Gespräch über Fragen des Glaubens, des geistlichen Lebens und des Kirchenverständnisses. Sie unterstützt und vernetzt ökumenische Aktivitäten in Niedersachsen.
In der ACKN sind derzeit 22 Kirchen verschiedener Konfessionsfamilien zusammengeschlossen, sechs weitere sind Gäste. Die Internationale Konferenz Christlicher Gemeinden (IKCG) ist Partnerin und Beobachterin der ACKN.
Gemeinsam wollen Mitglieder und Gäste der ACKN ihren christlichen Glauben bekennen und den ihnen damit gestellten Aufgaben gerecht werden. Ökumenische Arbeitskreise vor Ort tragen diese Arbeit. Die ACKN wurde 1976 gegründet. Sie ist eng verbunden mit der ACK Deutschland und den lokalen ACKs in Niedersachsen. Eine partnerschaftliche Verbindung besteht zu der ACK Sachsen-Anhalt.
Die ACKN ist Heimat des Ökumenischen Netzwerks Kirchenentwicklung (ÖNKE).
Die von ihren Kirchen für die ACKN delegierten Frauen und Männer treffen sich zweimal jährlich zu den Delegiertenkonferenzen. Zu den Treffen sind auch Vertreterinnen und Vertreter örtlicher ACK eingeladen. Die Delegierten wählen einen Vorstand, der die ACKN nach außen vertritt.